Besser…

Seit einigen Tagen fühl ich mich besser. Ich hab viel nachgedacht… über die ganzen Umstände, das was passiert ist und wie es führ mich weiter geht. Auch wenn das Ganze natürlich aktuell keine schöne Situation ist, ist es nicht aussichtslos. Ich hab schon in viel misslicheren Lagen gesteckt und mich immer wieder aufgerappelt und ich hab aus jedem Schmerz, jeder Niederlage und jedem Unglücklichen Ereignis etwas mitgenommen. Aber so ganz allmählich atme ich wieder freier. Ich hab zur Zeit das Gefühl mein Unterbewusstsein will mir auch unbedingt mitteilen, dass alles in Ordnung ist. Ich träume zur Zeit furchtbar viel und sehr real. Was mir auffällt ist, das ich weniger tolerant bin zur Zeit. Ich selektiere wieder stark und gehe innerlich auf Abstand. Nichtmal gewusst, aber ich bin jetzt zu sehr bei mir, um Geduld andern Menschen gegenüber zu haben, egal wie nahe sie mir stehn. Das ist natürlich nicht ganz unheikel, weil ich mir denken kann, dass ich zeitweise mir wichtigen Menschen vor den Kopf stoße. Aber ich hab Vertrauen zu meinen Freunden, das sie das aushalten und die Geduld haben die ich gerade nicht aufbringen kann.

Passend dazu ein kleines Zitat aus Greys Anatomy: “In dem Augenblick der Verzweiflung zählt nicht, was richtig und was falsch ist, sondern was uns hilft weiterzuleben.”

In diesem Sinne. .. alles wird wieder gut :)

Was positives…

Manchmal braucht es halt doch manchmal ein bisschen Glück. Trotzdem ich 100 KM Pendelstrecke (einfach) habe, hatte ich meinen Job an meinem alten Wohnort ja nie ganz aufgeben. Nur halt stundenweise sehr weit runter reduziert, damit sich das Verdiensttechnisch mit den Fahrtkosten im Rahmen hält. Was sich jetzt natürlich rächt, aber ich hatte halt Gott sei Dank immer noch einen Fuß in der Tür.  Seit zwei Wochen wissen nun meine Kollegen, dass es wieder zurück will. Nun ergab sich der Glückliche Zufall das einer der Projektbetreuer zum 28. Februar gekündigt hat und meine Kollegin gab nun der Chefin den Tipp, dass ich wieder mehr arbeiten will. So hatte ich heute ein sehr nettes Gespräch mit dem Ausgang das ich den Job übernehmen kann. Es ist zwar ein völlig neues Gebiet, weils mehr mit der Betreuung der Teilnehmer direkt zu tun hat also auch bissl Richtung Sozialpädagogik geht, aber ich bin so gespannt und freu mich auch auf die Herausforderung. Mal abgesehen davon  erleichtert mich diese Option furchtbar, weil es mir wieder mehr Spielraum gibt und der Weg zurück nun ein bissl leichter wird. Mal ehrlich ich werde erst ruhiger,wenn ich hier weg bin. Erst dann habe ich die Chance wieder bei mir anzukommen und zu vergessen. Somit ist diese Entwicklung sehr willkommen. :-)

Nicht dein Tag…

„Toll… kann es sein das heute nicht dein Tag ist? Was ist los?…“

Eine simple Frage eben via Whats App und ich hab das Bedürfnis zu den Absender anzubrüllen…nicht mein Tag? Im Ernst jetzt? Nicht mein Tag…? ….Nicht meine Woche, nicht mein Monat und obs mein Jahr wird, darüber traue ich  mich aktuell lieber nicht zu spekulieren. Ich mache zur Zeit nur Rückwärtsschritte und hab permanent das Gefühl, hier war warst du schon einmal, genau an dieser Stelle, genau an diesem Ort…. Die Wahrheit ist im Moment bin ich gefangen… räumlich, gedanklich, seelisch und ich wünschte ich könnte endlich richtig wütend sein. Aber das einzige was ich fühle ist momentan Müdigkeit und es strengt mich unfassbar an, das Kinn oben zu halten. Es gibt Tage da geht es, dann wieder Tage wo ich nicht weiß wie das überhaupt gehen soll. Natürlich weiß ich selber das es besser werden wird je mehr Abstand ich schaffe, aber bis dahin ist es halt einfach nur schwer. Was gut ist… ich habe genug Charakter und auch Stolz, dass ich auf ein „lass uns Freunde bleiben, für immer *blubb“ dankend verzichte. Dieses Feld überlasse ich gerne jemand anderes da ist der Bedarf größer (666) .