Ich bin ziemlich überfordert mit der Gesamtsituation. Es gibt soviele Faktoren die mir aktuell den Schlaf rauben. Ich finde keinen klaren Gedanken, weiß nicht mehr wer bin und was mich noch ausmacht. Gegebenheiten prasseln auf mich ein und ich steh da und fühl mich nur noch hilflos und alleine gelassen. Ich seh kein Land mehr und dabei war ich so sicher das mir das nicht wieder passiert. Ein riesen Faktor ist akutell meine Kurze, die irgendein Spiel zu spielen scheint. „Meine Mutter ist doof, wie machen ich ihr das Leben so schwer wie möglich und wie mach ich es für mich zu bequem wie es geht.“. Jeder weiß dazu seine eigene „WEISHEIT“ beizutragen und ich, ich fühl mich einfach nur noch in eine Ecke gedängt. Saskia denkt wenn sie am nächsten Tag „Entschuldigung“ sagt ist alles vergessen, aber ich bin so verletzt gerade, so traurig und tief getroffen das ich sie gerade nicht mehr annehmen kann. Und das sollte sich doch so nicht anfühlen. Das Muttersein an sich sollte sich doch so nicht anfühlen. Ich war so glücklich über dieses Kind, so stolz und bemüht. Immer. Ich hab nur das beste gewollt und sicher auch meine Fehler gemacht. Als ich mich von ihrem Vater getrennt habe, habe ich immer gedacht ich bleibe damit sie beides hat. Mutter und Vater sollten doch beide wichtig sein für ein Kind. Aber wenn ich jetzt sehe was daraus wird, wie sehr ich dadurch selber ins Abseits gerate, dann weiß ich nicht mehr ob diese Entscheidung die richtige war. Auf mir lastet gerade ein unermesslicher Druck, weil sich alles und jedes auf meinen Rücken austrägt. Da wird in der Exfamilie (seine!) gelästert und gegen mich geschossen. Saskia selber macht mich zur „bösen, blöden“ Mama die sie nicht versteht und immer gemein zu ihr ist. Ich kriege von allen Seiten Vorwürfe. Saskia benimmt sich mit ihren 11 Jahren wie in tiefster Pubertät. Ich bin so verzweifelt. Jetzt nach vielen verschiedenen schlimmen Situationen, bin ich an einem Punkt wo ich überlege wegzuziehen. Man kann mir das Vorwerfen das ich Saskia damit aus ihrem Umfeld reiße und weg von ihrem Vater, aber für mich ist klar, so kann es einfach nicht weiter gehen. Entweder bringe ich jetzt Abstand für mich in die Sache oder ich bin irgendwann an einem Punkt wo ich nicht mehr weiter kann. Ich liebe meine Arbeit hier und das ist wieder ein Faktor der es mir so schwer macht zu gehen. Aber jetzt gerade würde ich am liebsten einfach nur nochmal irgendwo neu anfangen. Ja das klingt nach weglaufen, ja das ist es vermutlich auch, aber ich bin so traurig und kreuz unglücklich, dass ich hier kein Land mehr sehe. Alles ist gerade so fragil, das ich mich schlicht davor fürchte das alles für mich einbricht… Was soll ich bloss machen? Wo ist mein Weg?….