Parles-tu francais? Dicisne linguam latinam?

Oh je, ich habe gestern die Unterlagen vom Gymnasium bekommen. Sasis neue Schule ist bilingual, folglich müssen wir uns für eine 2. Fremdsprache entscheiden. Mit Englisch tut sich Sasi bisher erstaunlich leicht. Es ist eins ihrer besten Fächer. Da Englisch eh als 1. Sprache weitergeführt wird, stehe ich nun vor der Entscheidung Latein, Französisch oder Spanisch, denn das sind die Fächer die angeboten werden. Da Spanisch für mich erst einmal irgendwie außen vor bleibt, ist die Frage „braucht mein Kind Latein“.
Latein ist eine tote Sprache, aber ich weiß eine gute Grundausbildung in Latein erleichtert das Lernen anderer Sprachen und bringt selbst im Deutschen Vorteile, weil einiges an Latein angelehnt ist. Mit einem soliden lateinischen Grundwissen kann man in vielen Sprachen Worte ableiten, die Lateinischen Ursprungs sind. Trotzdem ist die Sprache tot und das Saskia einen Beruf ergreifen wird wo Latein zwingend wird, bezweifle ich momentan ehr.
Französisch ist schwer, angeblich schwerer als Latein. Allerdings ist Frankreich unser Nachbarland, ein wunderschönes btw und französisch ist eine wirklich schöne Sprache. Durch die Europäische Union besteht die Möglichkeit auch in Frankreich zu studieren oder zu arbeiten, auch wenn diese Gedanken vielleicht jetzt noch nicht zur Debatte stehen fließen sie doch in meine Überlegungen ein. Fakt ist Französisch müsste ich mitlernen, wenn ich Saskia vielleicht mal bei den Aufgaben helfen will. Latein kann ich brockenweise.

Vorteile Latein:

  • Grundlage für das Erlernen anderer moderner Fremdsprachen, besonders romanischer Sprachen
  • Interessanter Kultur/ Geschichtlicher Hintergrund
  • Einfacherer Sprachliche Struktur
  • Latinum als Voraussetzung für viele Studiengänge und Abschlüsse

Vorteile Französisch:

  • eine der wichtigsten Weltsprachen
  • die Sprache unserer Nachbarländer neben Frankreich auch B, Lux, CH (beruflicher Vorteil)
  • interessante Kultur und Mentalität (in touristischer Hinsicht sicher kein Nachteil)
  • internationale Sprache auch außerhalb Europas: Amts-und Verkehrssprache in 35 Ländern der Welt
  • Saskia Schule pflegt gute Beziehung zu französischen Schulen so das Austauschprogramme angeboten werden
    und auch Klassenfahrten nach Frankreich geplant werden.

Ich glaube lernintensiv sind beide Sprachen. Beide weichen stark von der Deutschen Grammatik ab, was vermutlich ein wesentliches Sprachliches umdenken Nötig macht. Ab der 7. Klasse besteht soweit ich weiß die Möglichkeit, die Sprache nochmal zu wechseln (was ich aber für quatsch halte) oder sogar (in der 9.) eine 3. Sprache dazu zunehmen. Ich werde mich diese Woche mit Saskia besprechen und ihre Meinung hören. Außerdem werde ich mich auch so mal umhören, wie die Erfahrungen von andern Eltern sind. Vielleicht such ich auch nochmal das Gespräch mit Saskia Englischlehrerin. Ich vermute die kann am ehesten einschätzen, wie leicht oder schwer Saskia sich mit Fremdsprachen tut.
Im Grunde will ich es ja nur richtig machen. Ich muss es auf jeden Fall noch diese Woche entscheiden.

5 Kommentare zu “Parles-tu francais? Dicisne linguam latinam?

  1. Also wenn ich darf, helf ich dir ein wenig. Josef hatte ja auch Englisch und es war bis zum heutigen Tag etwas was ihm leicht fiel. Er hat damals französisch als 2. gequält und auch das macht er spielend mit links.
    Wir hätten uns allerdings damals wenn es die Möglichkeit gegeben hätte, für spanisch entschieden. Denn wenn man englisch, spanisch und deutsch kann, kann man sich überall verständigen. Französisch sprechen die wenigsten. Und solltee sie mal einen Arztberuf machen, reicht das kleine Latinum eh nicht und sie lernt es im Studium.
    Ich würde dir also empfehlen nochmal über Spanisch nachzudenken, es ist eine Sprache die sich mit den anderen Sprachen, portugisisch und italienisch in vielen Dingen angleicht und somit hätte sie eine viel breitere Palette die sie abdeckt.

    knuddel
    Ina

  2. Jau Manu,
    Spanisch ist eine viel einfachere Sprache, alleine von der Grammatik her ist sie sehr einfach und schön. Ich selbst habe Latein damals genommen (ein halbes Jahr danach verfluchte ich den Kindestraum, Kinderarzt zu werden).
    Latein ist nicht schwer und das schöne daran ist, dass man sich viel herleiten kann, aus dem englischen, aus dem italienischen oder sogar aus dem deutschen. Aber die Grammatik muss man auch mal lernen. Außerdem ist die Sprache tot, total langweilig und die Geschichten handeln entweder von irgendwelchen altrömischen Briefen oder wenn’s schlimm kommt von Cicero oder von Ovid (Horrorlektüre, auch wenn da die Geschichte von Daedalus drin ist).
    Französisch soll eine Qual für jene sein die sich dafür nicht begeistern können. Leute die sich dafür von Anfang an begeistern können sollen es nicht so schwer haben. Ich würde dir auch echt spanisch empfehlen. Es ist nicht so schwer wie vermutet. Und es ist eine schön warme Sprache. Das kann man selbst zuhause seinen Kindern beibringen.

  3. Btw. Als ich damals mein Latinum gemacht habe, hat man gesagt es gäbe kein kleines und großes Latinum mehr. Es gäbe nur noch ein Latinum. Dafür müsste man mindestens 5 Jahre Latein gemacht haben.
    Entweder also 5te – einschließlich 9te oder 7te bis einschließlich 11te Klasse.

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